Bürgerprojekt im Aufbau

Autonomie ohne architektonische Grenzen

Ein praxisnaher Feldführer zur realen Barrierefreiheit in Freiburg: Wege, barrierefreie Toiletten, Behindertenparkplätze, Kulturorte, Hindernisse, Orte zum Ausruhen und nützliche Informationen vor einem Ausflug.

1. Grundidee

Das Projekt “Autonomie ohne architektonische Grenzen” möchte die reale Barrierefreiheit in Freiburg besser dokumentieren.

Es richtet sich in erster Linie an Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität. Es kann aber auch für ältere Menschen, betreuende Angehörige, Begleitpersonen, Eltern mit Kinderwagen, vorübergehend verletzte Personen oder alle Menschen nützlich sein, die verlässliche Informationen benötigen, um sich sicherer fortzubewegen.

Ziel ist es nicht, bestehende offizielle Informationen zu ersetzen, sondern sie durch einen praktischen Ansatz zu ergänzen, der sich an den konkreten Bedürfnissen der betroffenen Personen orientiert.

Eine wirklich barrierefreie Stadt bedeutet nicht nur eine Rampe oder ein Piktogramm. Es geht auch darum, ankommen, eintreten, sich bewegen, barrierefreie Toiletten benutzen, sich ausruhen, Hilfe anfragen, sicher wieder gehen und Hindernisse im Voraus erkennen zu können.

2. Ausgangslage

Es gibt bereits Informationen zur Barrierefreiheit, aber sie sind oft verstreut, unvollständig oder zu allgemein, um einen Ausflug wirklich gut vorbereiten zu können.

Vor einem Besuch muss eine Person konkret wissen können:

  • wie sie dorthin kommt;
  • wo sie parkieren kann;
  • welche Bushaltestelle geeignet ist;
  • ob es Steigungen oder Kopfsteinpflaster gibt;
  • wie der Eingang zugänglich ist;
  • ob es einen Lift gibt;
  • wo barrierefreie Toiletten zu finden sind;
  • wo man sich ausruhen kann;
  • wen man bei Bedarf kontaktieren kann;
  • ob es einen Plan B bei einem Hindernis gibt.

3. Was das Projekt ergänzt

Das Projekt schlägt vor:

  • nützliche Informationen zu bündeln;
  • praktische Lücken sichtbar zu machen;
  • einige konkrete Orte und Wege zu dokumentieren;
  • offizielle Quellen, Beobachtungen vor Ort und noch zu überprüfende Informationen klar zu unterscheiden;
  • realistische Verbesserungen vorzuschlagen;
  • Beiträge von betroffenen Personen zu ermöglichen;
  • die Zusammenarbeit zwischen Verbänden, Institutionen, Tourismusakteuren und Behörden zu fördern.

4. Geplante Pilotblätter

Um konkret und realistisch zu beginnen, könnte sich das Projekt zuerst auf 3 oder 4 Pilotblätter konzentrieren. Diese ersten Blätter würden zeigen, wie nützlich der Ansatz ist, ohne gleich die ganze Stadt dokumentieren zu wollen.

Pilotblatt 1

Bahnhof Freiburg → Stadtzentrum

Zeigen, ob der Weg tatsächlich praktikabel ist, mit Steigungen, Kopfsteinpflaster, schwierigen Übergängen, nützlichen Haltestellen und Orten zum Ausruhen.

Pilotblatt 2

Barrierefreie öffentliche Toilette

Standort, Zugang, Öffnungszeiten, möglichen Eurokey-Zugang, Weg zur Toilette und tatsächliche Nutzbarkeit während eines Ausflugs überprüfen.

Pilotblatt 3

Behindertenparkplatz in der Nähe eines wichtigen Ortes

Parkplatz, Distanz zum Zielort, Steigungen, Pflastersteine, Zugang zum Trottoir und mögliche Alternativen dokumentieren.

Pilotblatt 4

Museum oder häufig besuchter Kulturort

Veröffentlichte Informationen mit den realen Bedürfnissen vergleichen: Eingang, Bewegung im Gebäude, Lift, Toiletten, Ruhemöglichkeiten, Kontakt, Weg und nützliche Fotos.

5. Vorgesehenes Format

Das Projekt könnte zunächst als einfache, barrierefreie und weiterentwickelbare Website umgesetzt werden.

Diese Website könnte eine Projektpräsentation, praktische Blätter zu Orten, Wegen oder Dienstleistungen, barrierefreie PDF-Blätter, eine Liste offizieller Ressourcen, ein Formular für Bürgerbeiträge, einige dokumentierte Pilotblätter und später eine einfache Karte enthalten.

Mittelfristig könnte eine einfache Karte in Betracht gezogen werden, eventuell in Verbindung mit OpenStreetMap, Wheelmap, Ginto oder anderen Plattformen zur Barrierefreiheit.

6. Bürgerbeteiligung

Das Projekt könnte betroffenen Personen, Angehörigen, Begleitpersonen, Verbänden oder Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, praktische Informationen zu übermitteln.

  • ein Hindernis;
  • einen barrierefreien Ort;
  • falsche Informationen;
  • fehlende Informationen;
  • eine barrierefreie Toilette;
  • einen Behindertenparkplatz;
  • einen schwierigen Weg;
  • einen defekten Lift;
  • Baustellen oder temporäre Hindernisse.

7. Nachhaltigkeit und Steuerung

Damit das Projekt langfristig nützlich bleibt, braucht es eine einfache Form der Organisation.

  • unabhängiges und ehrenamtliches Projekt zu Beginn;
  • Partnerschaft mit einem Verband;
  • kleines bürgerliches Redaktionsteam;
  • punktuelle Unterstützung durch Institutionen;
  • finanziertes Pilotprojekt;
  • Zusammenarbeit mit der Stadt, Freiburg Tourismus oder Kulturakteuren.

8. Barrierefreiheit des Leitfadens selbst

  • gute Kontraste
  • gut lesbare Texte
  • einfache Navigation
  • mobile Nutzung
  • Tastaturnavigation
  • Alternativtexte für Bilder
  • barrierefreie PDF-Dokumente
  • klare Sprache
  • schnelle Ladezeit

9. Bereits identifizierte Quellen

Diese Liste sammelt die bereits identifizierten Ressourcen. Sie zeigt, dass bereits viele Informationen zur Barrierefreiheit existieren, aber auf mehrere Websites und Plattformen verteilt sind.

Ginto

https://www.ginto.guide/en

Nützliche Quelle für das Projekt. Noch zu analysieren und mit den Pilotblättern zu verbinden.

Fri-access

https://fri-access.ch/

Nützliche Quelle für das Projekt. Noch zu analysieren und mit den Pilotblättern zu verbinden.

Wheelmap

https://wheelmap.org/

Nützliche Quelle für das Projekt. Noch zu analysieren und mit den Pilotblättern zu verbinden.

Loisirs Pour Tous

https://loisirspourtous.ch/

Nützliche Quelle für das Projekt. Noch zu analysieren und mit den Pilotblättern zu verbinden.

Agile.CH

https://agile.ch/fr/

Nützliche Quelle für das Projekt. Noch zu analysieren und mit den Pilotblättern zu verbinden.

10. Wirkung messen

  • Anzahl erstellter Blätter;
  • Anzahl dokumentierter Orte;
  • Anzahl dokumentierter Wege;
  • Anzahl erfasster barrierefreier Toiletten;
  • Anzahl dokumentierter Behindertenparkplätze;
  • Anzahl eingegangener Beiträge;
  • Anzahl vorgenommener Korrekturen;
  • Rückmeldungen von Nutzerinnen und Nutzern;
  • Erfahrungsberichte betroffener Personen;
  • entstandene Kooperationen;
  • konkrete Verbesserungen durch Orte oder Institutionen.

11. Kontakt und Zusammenarbeit

Dieses Projekt ist unabhängig, bürgernah und entwicklungsfähig. Es sucht die Zusammenarbeit mit betroffenen Personen, Verbänden, Institutionen, Tourismusakteuren und Behörden.

MoreTIC — Julien Moret
julien.moret@gmail.com

Diese Seite ist eine erste Arbeitsversion. Die Informationen müssen schrittweise überprüft, ergänzt und aktualisiert werden. Das Projekt ist keine offizielle Zertifizierung.